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Informationen zur Region um Kakamega/Western Province


(Auszug aus Wikipedia)
Western (West) ist eine Provinz Kenias. Ihre Hauptstadt ist Kakamega. Die Provinz hat etwa 4.023.000 Einwohner. Wichtigste Bevölkerungsgruppe in Western ist die Bantu-Ethnie der Luhya.

 

Western reicht von den Hügeln im Norden um Bungoma bis zum Flachland am Viktoriasee bei Busia. An der Grenze zu Uganda liegt der Mount Elgon. In Western befindet sich der letzte Regenwald Kenias, der Kakamega-Wald.

 

Der dunkle Teil auf der Grafik Kenias
ist die Western Province

 

Wichtigster Wirtschaftszweig ist die Landwirtschaft, welche sowohl Subsistenzwirtschaft mit Mais und Hirse als auch den kommerziellen Anbau von Tee und Zuckerrohr sowie Viehzucht (Milchvieh und Geflügel) umfasst.

Ferner befindet sich hier eine Papierfabrik, und der Wald von Kakamega wird begrenzt touristisch genutzt.

 
Die Volksgruppe der Luhya
(der Stamm der meisten unserer Kinder)
             

Die Luhya (Luyia, Luhia) sind ein Bantuvolk und leben in der Western Province (Hauptstadt: Kakamega) von Kenia zwischen dem Viktoriasee, Uganda und Mount Elgon.

Sie sind mit fast fünf Millionen Angehörigen die zweitgrößte ethnische Gruppe in Kenia. Luhya meint sowohl die Sprache Luhya als auch die Volksgruppe.

Es gibt wiederum Klans mit eigenen Dialekten. In Kenia gibt es 18 Klans. Die wichtigsten Klans in Kenia sind: Maragoli, Bukusu, Nyore, Hanga (Wanga), Idakho, Kisa, Isukha, Tiriki, Kabras, Gisu, and Saamia. Ein Klan lebt im Norden Tansanias und vier in Uganda.

Henry Morton Stanley war wahrscheinlich der erste Europäer, mit dem die Luhya Kontakt hatten, als dieser den Viktoriasee erkundete. Joseph Thomson war der erste Europäer, der nachgewiesen das Gebiet der Luhya betrat 1883.

 

Er traf sich mit dem damaligen König Mumia von Wanga.

Das Königreich der Wanga war ähnlich dem Königreich der Baganda und anderen Königreichen in Uganda. Für Bantu ist dies eine ungewöhnliche Staatsform.

Mumia war der letzte König. Mindestens einer der Klans, die Bukusu, leisteten großen Widerstand gegen die Briten. 1895 kämpften sie nahe Bungoma an den Hängen des Mount Elgon, wurden aber von den Briten vernichtend geschlagen. Auch in den Freiheitskämpfen des 20ten Jahrhunderts (40er und 50er Jahre) waren die Bukusu beteiligt. Ihr damaliger Führer war Elijah Masinde und führte die Bukusu in den Mau-Mau-Aufstand.

Die Luhya praktizieren die Beschneidung bei Jungen. Die Infibulation bei Mädchen wird von den meisten Luhya bereits seit Jahrzehnten abgelehnt und kaum noch praktiziert.

 

Heute sind die meisten Luhya Christen.

Gott wird “Nyasaye” genannt, ein Wort, das von den benachbarten Luo entlehnt ist. Die Bukusu glauben an “Were” den Gott des Mount Elgon. Dieser Klan hält stärker als andere an den alten Traditionen (Hexen. Ahnenkult) fest.

Berühmte Luhya sind: Masinde Muliro, Michael Kijana Wamalwa, Eric Edward Khasakhala, Elijah Masinde,Joshua Angatia, Moses Mudavadi, Wycliffe Musalia Mudavadi, Moody Awori, Martin Shikuku, Fedelis Omulo Gumo, Burudi Nabwera und Maxwell Shamalla. Die Luhyas sind in Kenia dafür berühmt, in zahlreichen Unterstämmen zerstritten zu sein.

Diese Zersplitterung hat bisher immer dazu geführt, dass die Stimmkraft der Luhyas, immerhin der zweitgrößten Ethnie des Landes,

 

nicht in die krönende Präsidentschaft bzw. auch nur in die Kandidatur für das höchste Präsidentenamt einer ihrer führenden Politiker gemünzt werden konnte.

Mit Michael Kijana Wamalwa haben sie den 2006 verstorbenen Vize-Präsidenten gestellt und auch sein Nachfolger Moody Awori ist ein Luhya.

AFC Leopards ist einer der bekanntesten Fußballclubs in Ost- und Zentralafrika. Der Verein wurde 1964 mit dem Namen "Abaluhya Football Club" gegründet um die große kenianische Luhya-Gemeinde im Fußball zu repräsentieren. Er steht auch heute noch in besonderer Rivalität zum Luo Union Football Club. Bedeutung gewinnt der Club durch zahlreiche Spieler, die national und kontinental bekannt wurden z.B. Wilberforce Mulamba, Joe Masiga (dieser spielte auch Rugby), Livingstone Madegwa, Joe Kadenge and John Shoto Lukoye.

             
Kakamega Forest National Reserve
 

Der Kakamega-Regenwald (Kakamega Rainforest) ist ein Regenwald im Westen Kenias, um den Ort Kakamega. Er ist der östlichste Zipfel des äquatorialen Regenwaldes und der einzige tropische Regenwald in Kenia.

Um 1900 war der Wald noch 240.000 ha groß, davon sind heute 23.000 ha, also weniger als ein Zehntel, übrig. Ursachen sind menschliche Aktivitäten wie Gewinnung von Feuerholz und Weideflächen, Kultivierung des Bodens, radikale Abholzung oder die exzessive Sammlung von Medizinalpflanzen. 1985 wurden etwa 4.400 ha im nördlichen Teil des Waldes als Naturschutzgebiet ausgewiesen.

Der Regenwald beherbergt eine einzigartige Vielfalt von seltenen Pflanzen, Säugetieren, Vögeln, Insekten, Reptilien und Amphibien. Normalerweise hat der Wald ein zu 90% geschlossenes Sonnendach, aber dieses Sonnenschutzdach ist mittlerweile zur Hälfte verschwunden, wodurch der natürliche Lebensraum vieler Arten bedroht ist und einige bereits verschwunden sind.

   
Schutzmaßnahmen

Im Kakamega Forest National Reserve laufen heute verschiedene Aktivitäten zur Rettung des Waldes, etwa das KEEP (Kakamega Environmental Education Program), das einen sanften Tourismus befördert oder Schulkinder informiert, oder die sanfte Nutzung von Heilpflanzen durch Anleitung der Bevölkerung durch das ICIPE (International Centre for Insect Physiology and Ecology) in Nairobi.