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Januar 2014

Einsturz der Mädchen-Toiletten

Anfang des Jahres erhielten wir eine erschreckende Nachricht aus Kenia mit noch erschreckenderen Bildern d
er vor kurzer Zeit durch die Udo-Jürgens-Stiftung renovierten Mädchentoiletten. Uns wurde berichtet, dass auf Grund der starken Regenfälle das Fundament unterspült wurde und die Mädchentoiletten in der Nacht komplett zusammen gebrochen sind.

Gott sei Dank befand sich zu dieser Zeit niemand auf den Toiletten. Es hätte wer weiß was passieren können. Kurze Zeit danach begann der Wiederaufbau der Toilettenanlage.

November 2013

Renovierung des Boardinghauses

Durch den hohen Zuwachs an Boardingkindern insbesondere in der Highschool waren die Verhältnisse im sanitären Bereich und auch die Versorgung der Kinder durch die einfache Ausstattung der Schulküche nicht mehr vertretbar. Aus diesem Grunde stellten wir einen Antrag bei der Udo-Jürgens-Stiftung für die Renovierung des Aufenthaltsraumes und der sanitären Anlagen sowie einer besseren Ausstattung der Schulküche.

Zu unserer freudigen Überraschung erhielten wir eine unglaubliche Summe in Höhe von 10.000 EURO. Davon wurden in Teilschritten die sanitären Anlagen gesäubert und verfliest und der Aufenthaltsraum ebenfalls mit Fliesen und frischer Farbe ausgestattet. Die Küche wurde mit einem neuen und größeren Jiko (brennstoffarmer Ofen) ausgestattet und eine direkte Wasserleitung in die Küche verlegt. Neue Arbeitsplatten und Schränke vereinfachen nun das Kochen und die Verpflegung der Boardingkinder sowie auch eine schnellere Ausgabe bei der Schulspeisung am Mittag. Darüber hinaus wurde die Küche ebenfalls verfliest und entsprechend gestrichen.

An dieser Stelle bedanken wir uns herzlich bei der Udo-Jürgens-Stiftung die zu einer erheblichen Verbesserung der Lebensverhältnisse vor Ort beigetragen hat.


Asante Sana - Udo Jürgens Stiftung

23. September bis 10. Oktober 2013

Sandra Zitzelsberger – Reise nach Kenia

Am 23. September bestieg Sandra zum wiederholten Mal seit Bestehen der Emukhunzulu Patengemeinschaft den Flieger der KLM und landete wohlbehalten, trotz teilweise abgebranntem Flughafen in Nairobi. Dort wurde sie bereits von Nehemiah Ndeta, dem Schulinhaber begrüßt und in Empfang genommen. Nach einer Übernachtung ging es mit dem Auto am Dienstag, 24. September weiter nach Khumusalaba über teils holprige, teils neu geteerte Straßen. Nicht wie alle anderen Keniabesucher, bezog Sandra ein komfortables Hotel in der Nähe, sondern bezog das Gästezimmer der Schule, ohne Luxus, ohne Komfort. Sie wollte das Geschehen mit den Lehrern und Kindern hautnah erleben. So wurde sie Zeuge einer dem Anlass ihres Besuches einberufenen Elternsprechtages. So hatte sie Gelegenheit einige Fragen direkt zu klären und den Eltern klar zu machen, dass wir nicht alle Kinder ins Patenschaftsprogramm aufnehmen können. Wir übernehmen nur die allerärmsten und bedürftigsten Familien.

Viele verschiedene Aufgaben erledigte Sandra in der Zeit. So verteilte sie an die Patenkinder Briefe und Geschenke, die ihre Paten ihnen mit auf die Reise gegeben haben, fotografierte alle vermittelten Kinder, damit sich die Paten hier in Deutschland ein aktuelles Bild über ihren körperlichen und gesundheitlichen Zustand machen konnten. Eine kleine "Lektion" in Punkto Pflege von Spenden konnte sie sich allerdings beim Besuch der Highschool-Klassen nicht verkneifen. Die kürzlich angeschafften Schultische waren über und über bemalt und bekritzelt. So kann man mit Sachen, die einem nicht gehören, nicht umgehen. Was sollen die Sponsoren dazu sagen? Wie würden sich die Schülerinnen und Schüler fühlen, wenn man ihre Schulhefte nehmen würde und sie verbrennt, oder zerstört? Diese Lektion hat gesessen. Am nächsten Tag haben alle mitgeholfen, die Tische und Bänke zu schrubben.

Es wurde in Kisumu Großeinkauf gemacht. Die Spendenliste musste abgearbeitet werden und alle Gegenstände, die auf der Liste standen und für die Kinder bestimmt waren, eingekauft werden. Das war eine logistische Meisterleistung und Sandra war schwer beeindruckt, wie routiniert das kenianische Team inzwischen damit umging. Bei der Verteilung an die Patenkinder war Sandra selbstverständlich dabei und machte bei den Übergaben an die Kinder fleißig Fotos, die sie wieder in Deutschland angekommen, den Patinnen und Paten zur Verfügung stellte.

Auch unternahm sie während ihres Aufenthaltes in Kenia mit einer Gruppe von Kindern einen Ausflug zum Ndere Island, einer Insel im Viktoriasee. Es war für die Kinder ein unvergessliches Erlebnis. Die meisten von ihnen haben in ihrem Leben noch nie das Dorf Khumuslaba verlassen, geschweige sind sie je mit einem Schiff über ein großes Wassesr gefahren. Ihre skeptischen Blicke beim Anblick der Boote sprechen Bände.


So eine Keniareise ist keine Urlaubsreise, sondern harte Arbeit. Sandra braucht dringend Unterstützung.
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August 2013

Ausflug der Highschool nach Nairobi

Die Schulleitung in Kenia und wir planten einen Schulausflug für alle Schüler der Julie Ndere-Highschool. Insgesamt sollten 57 Jugendliche, die unsere Highschool besuchen, an dem Ausflug teilnehmen. Mit der Hilfe von großzügigen Spenden und der Unterstützung vieler Paten unserer Gemeinschaft konnte der Ausflug im August 2013 stattfinden.

Ein ganz großes DANKESCHÖN an alle, die sich an den Kosten für diesen Ausflug beteiligt haben.

 

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Oktober 2012

Renovierung einer Hütte - oder endlich sitzen wir im Trocknen

Eine Familie, bestehend aus Großmutter und drei Enkelkinder, mussten in einer sehr maroden Hütte leben. Besonders das Dach war leck und total durchgerostet, so dass bei Regen soviel Wasser in das Innere der Hütte eindrang und der Hüttenboden mehr einer Schlammlawine als einem Wohnraum glich.

Eine Patin der Kinder fragte uns, ob es möglich wäre, hier zu helfen. Wir haben nicht lange überlegt und nach Rücksprache mit der Schulleitung und nach einer entsprechend erstellten Kalkulation der benötigten Materialen und Arbeitskräfte transferierten wir im September eine Summe von knapp 700 Euro nach Kenia. Davon wurden ein komplett neuer Dachstuhl und ein neues Wellblechdach gekauft und auf die Hütte gesetzt. Auch wurden die Außenwände teilweise ausgebessert. Die Summe wurde zur Hälfte von der Patin getragen, den Rest steuerte der Verein aus allgemeinen Spenden bei.

Heute leben sie auf trockenem Fußboden, ihre Gesundheit ist nicht mehr gefährdet und die Kinder können sich auf ihre Schule konzentrieren.

Wir sind froh, dass wir dieser besonders bedürftigen Familie helfen konnten. Die Oma steht ganz allein da, die Eltern der Kinder sind beide verstorben – es gibt keine weiteren Familienmitglieder die ihr helfen könnten.

 

September 2012

Ausflug der Primaryklassen zum Kisumu-Flughafen

Der letzte Term startete Anfang September. Im Juli erreichte uns eine Email von Edlyne, in der sie uns mitteilte, dass ein Ausflug für die Primaryklassen zum neu eröffneten Flughafen geplant sei. Der Trip sollte 6,00 Euro pro Kind kosten – die 6,00 Euro beinhalteten den Transport und Lunch während des Aufenthaltes in Kisumu. Sie fragte, ob es für uns in irgendeiner Weise möglich sei unterstützend einzugreifen. Wir überlegten nicht lange, da es eine einmalige Gelegenheit war, den Horizont unserer Kids zu erweitern.

Uschi nahm die Organisation kurzfristig in die Hand und was wir nicht zu hoffen gewagt hatten - es überrollte uns eine Welle mit Spenden durch Euch – wir waren echt geplättet und aufgrund Eurer Großzügigkeit konnten AUSNAHMSLOS alle Patenkinder und sogar noch ein paar nicht verpatete Kids an dem Ausflug teilnehmen. Dafür möchten wir uns bei jedem einzelnen Sponsor bedanken.

Der Ausflug selbst war ein Riesenerfolg… verteilt auf drei Tage wurden die Trips durchgeführt. Die unteren Klassen traten ihre Reise mittwochs an, am Donnerstag fuhren dann die Kids der Mittelstufe und am Freitag die ältesten Schülerinnen und Schüler. Begleitet wurden die Gruppen neben den Organisatoren (eine Lehrergruppe) abwechselnd von Melissah und Edlyne.

Wenn man bedenkt, dass bis auf einige Ausnahmen keines der Kinder bisher aus dem Dorf herausgekommen ist, war es doch fast wie eine kleine Weltreise mit vielen neuen Eindrücken und Erlebnissen, die verarbeitet werden mussten. Der erste Stopp erfolgte am Flughafen von Kisumu. Die Kids bestaunten die landenden und startenden Flugzeuge direkt am Rande des Rollfeldes außerhalb des Flughafens durch einen Maschendrahtzaun und gingen im Flughafengebäude auf Entdeckungstour.

Ein leckeres Essen, bestehend aus Chapati und Gemüse folgte dann in einem der hiesigen Restaurants am Viktoriasee…. Da allgemein noch Geld übrig war, konnte dann auch der See selbst auf einem Boot erkundet werden. Dort wurde auch noch so einiges über die dortige Wirtschaft, aber auch über Flora und Fauna gelernt.

Wir erhielten dazu viele Bilder, die wir unseren Patinnen und Paten zeigen konnten. Auch freuten sich alle Sponsoren über erlebnisreich geschriebene Berichte der Kinder.

 


 

 

Mai 2012

1. Patentreffen in Köln

Über 30 Patinnen und Paten, die z.T. Ihre Partner oder Freunde mitbrachten, nahmen am Pfingstsamstag bei strahlendem Sonnenschein und guter Laune am 1. Patentreffen in Köln teil. Da wir uns alle nur über das Forum kannten, diente ein roter Schirm, den Uschi vor dem Hauptportal des Domes und von weitem gut sichtbar als Ziel- und Treffpunkt hochhielt. So konnte uns jeder Teilnehmer gut finden.

Die Gruppe teilte sich in zwei Führungen, wobei die erste Gruppe um 14 Uhr mit Sandra unter das Domdach über einen Außenaufzug startete. Um 14:15 Uhr konnten dann auch die restlich verbliebenen mit Uschi in die Ausgrabungen unter den Dom losziehen. Jede Führung für sich war erlebnisreich, informativ und interessant. Viele schöne Fotos, die geschossen und in unserem Forum für die Gemeinschaft zur Verfügung gestellt wurden, lassen den Tag auch für diejenigen, die verhindert waren, facettenreich miterleben.

Beide Gruppen kamen gut gelaunt und zufrieden zum Ausgangspunkt zurück und machten sich gemeinsam auf den Weg hinunter zum Rhein, denn um 17 Uhr startete das Rheinschiff zu einer einstündigen Rundfahrt. Eine willkommene Gelegenheit den Durst zu löschen und sich auf dem windigen Deck abkühlen.

Gleich anschließend ging es ab 18 Uhr ins StäV (Ständige Vertretung Köln), einer Politkneipe in der Kölner Altstadt direkt am Rhein, zum besseren kennen lernen, Hunger und Durst stillen und nebenbei erklärte uns auch noch der Wirt der Gaststätte die einzelnen Fotografien prominenter Persönlichkeiten aus der Politik. So verging die Zeit wie im Flug.

Es war ein gelungener Tag und wir waren uns einig, dass es nicht das letzte Patentreffen der Emukhunzulu Patengemeinschaft e.V. sein soll. Wichtig ist uns dabei, die Mitglieder persönlich kennen zu lernen. So kann man sich vorstellen, welcher Mensch hinter der Anonymität des Namens im Forum steckt.

März 2012

Dank vieler Spenden konnten wir Anfang des Jahres einen Betrag von 3.400,00 Euro zusätzlich zu den monatlichen Patenbeiträgen und Bestellungen nach Kenia transferieren.

Von diesem Geld wurden Einzeltische und Stühle von einem Schreiner vor Ort gefertigt. Außerdem konnten ein Grundstock an Büchern und ein Basisset für naturwissenschaftliche Experimente gekauft werden.

Zusätzlich konnten wir einigen Jugendlichen auch noch eine neue Schuluniform finanzieren, so dass jetzt alle im Einheitslook vernünftig lernen können.

Wir wünschen allen einen guten Start in vier aufregende Jahre !!!

 

 

Februar 2012

Die Julie Ndere Highschool eröffnet ihre Pforten

Viele Jugendliche hätten keine weitere Chance gehabt, eine weiterführende Schule zu besuchen. Das Lernen an einer Highschool ist mit dem Entrichten von hohen Schulgebühren verbunden.

Trotz guter KCPE-Ergebnisse war es für viele unserer Familien nicht möglich, ihren Kindern den Besuch einer Secondary-Schule zu finanzieren. So entschloss sich die Schulleitung dazu, eine Highschool auf dem Gelände des Emukhunzulu Education Centres zu eröffnen.

Mit dem ersten Abschluss des KCPE an unserer Schule sollte es unseren Jugendlichen ermöglicht werden, an unserer Ausbildungseinrichtung weiter zu studieren.

Die ersten Vorbereitungen wurden im Jahre 2011 getroffen und nun ist es Wirklichkeit. Verhalten schauten die ersten Schüler und Schülerinnen bei uns vorbei, aber faktisch war keine Schule zu sehen. Er musste am Anfang viel improvisiert werden.

Ein neuer Principal und zwei junge Lehrer wurden eingestellt und ein leerer Klassenraum stand bereit – so nach und nach trudelten dann noch weitere junge Leute ein, die um Aufnahme an unserer Schule baten.

Mittlerweile besuchen 21 Schülerinnen und Schüler die neue Form 1. Glücklicherweise erklärten sich alle bisherigen Paten bereit ihren Patenteens auch die Highschool zu finanzieren – vielen Dank dafür!!!

  Dezember 2011

Ende Dezember war es dann endlich soweit. Die Prüfungsergebnisse des KCPE wurden bekannt gegeben! Einer unserer Schüler schnitt mit 429 Punkten ab – das liegt im oberen Drittel ALLER Prüfungsabsolventen in ganz Kenia. Dank eines Stipendiums kann er nun eine der besten weiterführenden Schulen in ganz Kenia besuchen – das Starehe Boys Center in Nairobi – wir sind sehr stolz auf unseren Sammy.

Auch die anderen haben mit zwei Ausreißern nach unten ganz ordentlich abgeschnitten. Die Ergebnisse lagen zwischen 290 und 380 Punkten. Wir freuen uns, ist es doch ein ordentliches Resultat für unsere kleine Dorfschule – so zeigt es uns, dass es sich lohnt auch in dieser abgelegenen Gegend Kindern eine Chance auf Bildung und damit einen besseren Start in ihre Zukunft zu geben.

 

 

November 2011

Zum ersten Mal in der Geschichte des Emukhunzulu Education Centres stehen die KCPE-Prüfungen für unsere 8-Klässler an.

Die Vorbereitung verlief in den letzten Monaten sehr intensiv mit Extra-Unterricht, sogar an den Wochenenden.

Das KCPE (Kenyan Certificate of Primary Education – (Kenianisches Zertifikat über die Primäre Schulbildung) ist ein staatlich anerkannter Schulabschluss, gleichzusetzen im Deutschen mit dem Ende der schulischen Ausbildung der Sekundarstufe I – Realschulabschluss oder Abgang nach Klasse 10 vom Gymnasium.

Diese Prüfung wird durch das Kenya National Examination Council (KNEC) – zu Deutsch durch die „Kenianische Nationale Prüfungsbehörde“ beaufsichtigt und durchgeführt. Diese Behörde unterliegt dem Kenianischen Bildungsministerium.

Die Prüfungsfächer sind Mathematik, Englisch, Suaheli, Sozialwissenschaften, Science (Mix aus naturwissenschaftlichen Fächern) und Religion (Christlich, Islamisch, Hinduistisch).

Diese Prüfung findet gewöhnlich in der zweiten Novemberhälfte statt und beträgt vier Tage.

Ende Dezember werden die Prüfungsergebnisse bekannt gegeben. Wir drücken unseren Kandidaten ganz besonders die Daumen und sind gespannt darauf, wie sie abschneiden werden.

 

 

 

 

 

 

Juli 2011

Sandra Zitzelsberger – Reise nach Kenia

Die Motoren des kleinen Fliegers röhren und wir hüpfen durch Wolkenwände. Ich befinde mich auf dem Weg von Nairobi nach Kisumu – endlich nach fast 1 ½ Jahren Abwesenheit schnuppere ich wieder kenianische Luft, spüre die warme Sonne auf meiner Haut und inhaliere die tropische Luft.

Das geschäftige Leben auf den Strassen, das Gewimmel von Menschen, Suaheli hören – ich bin wieder zu Hause – meinem Zuhause im Herzen. Für fünf Tage bin ich Teil unserer Schule, sehe die Kinder wieder und viele gute Bekannte… das sechste Mal bin ich nun in Khumusalaba und es war als wäre es gestern gewesen, dass ich das letzte Mal hier gewesen bin… fast jeder kennt mich, wenn ich unterwegs bin…

Nun ja…. Erst mal steht wieder der obligatorische Großeinkauf im Nakumatt an – für einige Boardingkinder muss eine neue Grundausrüstung gekauft werden – ebenso Lebensmittel für die Schule. Wir hatten extra ein Matatu angemietet, welches die große Ladung zum Emukhunzulu Education Centre transportieren wird – natürlich unter den Augen eines unserer zuverlässigsten Wachmänner.

In der Schule angekommen, gibt es verdutzte Gesichter – keiner (mit ein paar Ausnahmen) wusste, dass ich komme, denn die Reise wurde aufgrund einer persönlichen Einladung einer Stiftung am Mount Kenya in Nanyuki nur kurzfristig geplant.

Die Boardingkinder freuen sich über ihre neuen Sachen und ich lasse es mir nicht nehmen, ein Mädchen, dem wir auch eine Matratze und Decke zukommen ließen, persönlich mit dem Auto des Schulleiters nach Hause zu fahren.

Im letzten Jahr hatten wir der Schule ein Fahrrad für Familienbesuche und Botengänge gestiftet. Die Wege sind oft sehr weit und mit einem Auto nicht zu erreichen. So kann ich das Vehikel nun selbst ausprobieren und begleite mein ältestes Patenmädel und deren Zwillingsschwester am ersten Abend nach Hause… die Familie ist sehr nett, aber da es schnell dunkel wird, muss ich mich bald wieder auf den Weg nach Hause machen und tatsächlich finde ich auch alleine aus dem Wirrwarr der Trampelpfade sicher den Weg zur Schule zurück.

Am nächsten Tag stehen das Boardinghaus und längere Gespräche mit der Boardinghausmutter, aber auch mit dem Lehrpersonal auf dem Plan. Zusätzlich möchte ich von unserem Schulleiter mehr zu dem neu gekauften Grundstück, auf dem die neue Highschool entstehen soll, erfahren.

Das Boardinghaus hat sich verändert, sowie auch das gesamte Gelände. Der Stacheldraht, der das ganze Grundstück umgab, ist verschwunden und wurde durch eine hohe, sichere Mauer ersetzt. Mehrere neue Wassertanks wurden angeschafft und versorgen unsere Kinder mit genügend Wasser.

Im Mama-Lydiah-House (Boardinghaus) wurde der Aufenthaltsraum von der Küche getrennt und lediglich eine Durchreiche verbindet die beiden Räume noch. So ist der beißende Qualm durch den Jiko verschwunden und die Kinder können den Raum nutzen ohne ständig die Augen zu reiben.

Auch im Office hat sich einiges getan – der große Raum wurde unterteilt und nun finden dort das kleine Büro von Edlyne und Melissah, sowie die Bücherei und ein Vorraum Platz.

Ja, die Bücherei – auch hier hat sich viel getan – die Regale wurden mit weiteren Büchern bestückt und langsam kann man erahnen, wofür der Raum einmal auf lange Sicht dienen soll…

Nun geht es endlich zum neuen Grundstück… das Land wurde einem Nachbarn der Schule abgekauft… ein Toilettenhäuschen ist bereits zu sehen und ansonsten nur viel Staub und Sand… und der alte Stacheldrahtzaun, der nun das neue Gelände umgibt… es ist gerade Pause und die Kinder nutzen die zusätzliche freie Fläche zum Spielen und Herumtoben…
Die Gespräche mit der neuen Hausmutter, sowie den Lehrern verlaufen gut. Mehrere Stunden verbringen wir mit Austausch und Konversationen. Dabei erhalte ich auch viele Einblicke, die einem in der reinen Verwaltung einer Schule verwehrt bleiben. Viele Anregungen habe ich mir aufgeschrieben und werde es nach meiner Rückkehr nach Deutschland im deutschen Team besprechen….

Ein anderer Tag vergeht mit der Abwicklung unserer Bestellungen: über unseren Onlineshop können die Paten verschiedene Produkte ihren Patenkindern und deren Familien zukommen lassen…. Heute handelt es sich um die Übergabe von Hygienesets.

Kartons und diverse Kisten werden auf dem Schulhof gestapelt und die verschiedenen Sets zusammengestellt. Hier helfen einige der Kiddis mit. Danach werden die einzelnen Kinder anhand von aus Deutschland erstellten Listen aufgerufen und werden mit dem Set fotografiert. Danach erfolgt noch ein Gruppenfoto. Es ist ein herrliches Chaos, aber jeder erhält sein Set und zeichnet den Erhalt auf einer Liste ab.

Der vorletzte Tag steht im Zeichen einer großen Elternversammlung. Das Trimester geht zu Ende und es ist üblich, dass sich die Erziehungsberechtigten auf dem Schulgelände zum Abschluss versammeln. Viele Reden werden geschwungen, auch Fragen der Eltern beantwortet. Auch ich muss eine Rede halten und darf die Eröffnung der neuen Highschool im nächsten Jahr verkünden. Großer Applaus und Erleichterung in den Gesichtern der Anwesenden – geht es doch für ihre Kinder weiter…

Im ganzen Trubel erfolgt auch noch die Ausgabe von 70 Lebensmittelpaketen und Petroleum… es war alles sehr hektisch, doch langsam kehrt Ruhe ein.

Meinen letzten Tag verbringe ich sehr ruhig… morgens horche ich den Boardingkids während ihrer selbst gestalteten Messe zu – am Nachmittag schnappe ich mir das Fahrrad und besuche eigenständig noch ein paar Familien in der näheren Umgebung, bevor am frühen Abend noch letzte Gespräche mit dem Schuldirektor Nehemiah Ndeta auf dem Plan stehen…

Zu schnell sind die paar Tage vergangen… die Koffer sind gepackt und ich muss früh aufbrechen, da ich noch am gleichen Tag nach Nanyuki reisen muss…. Es war wieder sehr erlebnis- und aufschlussreich – ich vermisse die Kinder und die Schule sehr, aber freue mich auch wieder auf die Paten und meine Teammitglieder in Deutschland – ich weiß nur eins – ich komme wieder...

Sandra Zitzelsberger - Team Emukhunzulu Patengemeinschaft e.V.

 

 

April 2011

Erweiterung des Schulgeländes – da die Kapazitäten auf dem vorhandenen Schulgelände doch sehr begrenzt sind, wurde weiteres Land von einem Nachbarn der Schule abgekauft.

Auf diesem Land entstand Ende 2011/Anfang 2012 die neue Highschool, die Klasse für Klasse jährlich wachsen wird.

 

November/Dezember 2010

Die Trockenzeiten machen Kenia mehr und mehr zu schaffen – unsere Schule verfügte lediglich über ein paar Wassertanks zur Versorgung der Kinder. Bleibt der Regen aus, dann gibt es kein Wasser mehr und der Vorrat in den Tanks ist schnell aufgebraucht. Es gibt auf dem Schulgelände lediglich eine kleine Handpumpe, die das Wasser zum Trinken und zur Hygiene der Kinder und deren Kleidung ans Tageslicht befördert. Jedoch versiegte die Quelle bei extremer Trockenheit. Dann blieb den Kindern nichts anderes übrig, als aus einem nahe gelegenen Fluss Wasser mit Eimern heranzuschaffen – auf Dauer keine Lösung!

Nehemiah Ndeta bat uns im November um Hilfe, da er eine Zisterne und eine elektrische Pumpe auf dem Schulgelände errichten wollte, um die Not zu lindern. Dies sollte 600,00 Euro kosten – wir halfen unverzüglich mit einem Vorschuss, so dass nun ausreichend Wasser für die Kinder zur Verfügung steht.

März 2010

Eine Bücherei eröffnet ihre Pforten…

Unsere Kinder in Khumusalaba kennen meist nur ihr Dorf, in dem sie aufgewachsen sind. Ein paar haben auch einige Zeit in einem der Slums in Nairobi verbracht – aber ein paar wildlebende Tiere, die es praktisch um die Ecke gibt, oder den Viktoriasee, ca. 45 Minuten entfernt können sie sich nur in Gedanken ausmalen…

Was ist Schnee? Wann war der erste Mann auf dem Mond? Wie funktioniert eine Lokomotive? – Fragen über Fragen – Kinder sind wissbegierig…

Deshalb haben wir im März in Abstimmung mit der Schulleitung eine Schulbücherei eröffnet. Dazu wurde eines der leer stehenden Klassenzimmer (welches auch schon als Büro der Schulleitung diente) in mehrere Räume getrennt und somit ein kleines Büro für die Schulleitung, ein Raum für die neue Bücherei und zusätzlich ein Wartebereich geschaffen.

Durch allgemeine Spenden wurde der leere Raum nun mit Regalen gefüllt und die ersten Bücher fanden dort ihren Platz…

Nun können die Kinder auf die Reise zu den Eisbären am Nordpol gehen, in ferne Länder reisen oder Abenteuer mit Zauberern bestehen…. Wörter werden zu Sätzen, Sätze zu Kapiteln und Kapitel zu Geschichten….

Der Grundstock ist nun geschaffen – mit allgemeinen Spenden versuchen wir nun die Bibliothek mit weiteren Büchern nach und nach aufzustocken…

 



 

 

 

 

Dezember 2009/Januar 2010

Sandra Zitzelsberger – Reise nach Khumusalaba

Im Oktober wurde aus unserer Privatinitiative die Emukhunzulu Patengemeinschaft e.V. – für uns ein großer Schritt - zu einer offiziell durch das Finanzamt anerkannten Organisation.

In meiner Funktion als neu gewählte 1. Vorsitzende stand nun ein Arbeitsbesuch in unserer Schule an, um neue Aspekte der Verwaltung und Dokumentation von Patenbeiträgen und Projektspenden mit unserem kenianischen Team zu erörtern und eine gemeinsame Zielsetzung der weiteren Zusammenarbeit zu erarbeiten.

Doch auch die Patenkinder sollten nicht zu kurz kommen. Da ich über Weihnachten vor Ort war, boten wir unseren Paten an, Weihnachtspost für die Kinder mitzunehmen.

Schwer beladen mit zwei Koffern machte ich mich auf den Weg nach Afrika. Der Sprung aus dem kalten Nass in Deutschland in die brütende Hitze unter der Äquatorsonne war wie ein Rausch.

Im Auto ging es dann von Nairobi durch das Riftvalley mehrere Stunden lang, bis wir die Waschküche von Kisumu erreichten, bevor es in die Hügel hinaus ins Hinterland ging. Gott sei Dank wurde das Wetter angenehmer. Doch dies sollte nicht lange so anhalten, denn nach unserer Ankunft mit der Familie des Schulleiters, hieß es wieder Geld und Einkaufszettel einpacken und die Hügel wieder herunterrollen.
Im Nakumatt (großer Supermarkt mit westlichem Standard) wurden dann von einer größeren Spende Matratzen, Bettlaken und Decken, aber auch Geschirr, Töpfe und Pfannen eingekauft. Diese Dinge waren für unsere Kinder im Mama-Lydiah-House bestimmt.

Hier fehlte es an allem. Auch zwei neue Tische und Bänke wurden bei einem örtlichen Schreiner in Auftrag gegeben, so dass die Kinder in unserem Aufenthaltsraum ordentlich essen und lernen konnten.

Ein weiterer Punkt auf unserer Agenda war die Verteilung von 80 Lebensmittelpaketen an Weihnachten, die unsere Paten für ihre Familien gespendet hatten.

Am 25. Dezember trudelten dann die Familien nach und nach ein und warteten geduldig auf die Ausgabe. Wenn man etwas in Afrika hat, dann ist das Zeit…. Deshalb störte es die alten Omis und Mamas, aber auch Väter nicht im geringsten, dass wir uns zu viert (auch Nehemiah als Schuldirektor selbst), mit Bergen von verschiedenen Grundnahrungsmitteln auseinandersetzen, um die Rationen gleichmäßig und vollständig zusammen zu stellen und dann in Plastiktüten zu verpacken. Vor der Ausgabe wurde natürlich noch gebetet. Insgesamt dauerte diese Aktion sechs Stunden – aber für mich war es doch das erste Mal ein Weihnachtsfest im Sinne von Bescheidenheit und dem guten Gefühl etwas für andere Menschen getan zu haben.

Die Postverteilung der Karten und kleinen Geschenke an die Patenkinder war auch ein voller Erfolg. Die Kinder konnten es gar nicht fassen und öffneten ganz aufgeregt die kleineren und größeren Briefumschläge – hiervon gab es viele schöne Fotos.

Viele aufregende Erlebnisse gab es auch auf Wanderungen zu verschiedenen Patenfamilien. Es gibt eine große Kreuzung im Dorf und entsprechend vier Hauptstrassen. Doch selten wohnen unsere Familien direkt oder in unmittelbarer Nähe zu diesen Verkehrswegen. Kleine Trampelpfade führen versteckt von den Strassen ab und man befindet sich in einer ganz anderen Welt. Es ist hügelig und die Pfade verzweigen sich in ein Labyrinth. Gott sei dank war ich in Begleitung unser Projektpartnerin Edlyne Murono, sowie einem ortskundigen Führer, der uns überall sicher hin begleitete. Meine Blasen an den Füssen können von den langen Wanderungen ein Lied erzählen ;-)… auf diese Weise lernte ich viel über das Leben unserer Familien und die Lebensumstände unserer Patenkinder. Auch hier gibt es Unterschiede…. Von der zerbrochenen Lehmhütte mit lecken und verfaulten Strohdach bis hin zu einem Haus aus Stein mit Wellblech… doch überall herrscht Not… die kleinen Felder zur Eigenversorgung werfen nur partiell im Jahr etwas ab, so dass die Familien auch andere Einkunftsquellen angewiesen sind…. Findet sich keine Arbeit, heißt es hungern.

An einem Tag stand der Besuch eines Augenarztes in Kisumu auf dem Plan. Morgens ging es mit dem Matatu los und die Kinder glotzten aus den Autoscheiben heraus auf die sich verändernde Landschaft. Nur 45 Minuten dauerte die Fahrt – für mich persönlich eine kleine Veränderung – vom Land in die Stadt – für unsere Kinder eine neue Lebenserfahrung – eine neue Welt…. Die meisten kennen nur das Dorf und die lange Hauptstrasse – ihr bisheriger Lebensradius betrug 5 Kilometer – unvorstellbar für uns…

Der Besuch beim Arzt und anschließendem Besuch beim Augenoptiker dauerte den ganzen Tag – wir hatten nur eine kleine Pause und das in der tropischen Hitze mit hoher Luftfeuchtigkeit.
Wohlbehalten kehrten wir aber dann abends in die Schule zurück…

Mehrere Gespräche erfolgten auch mit der Schulleitung und wir konnten uns auf einige Veränderung in der Verwaltung, aber auch auf neue Projekte für die Zukunft einigen.

Es waren vier aufregende Wochen in Kenia, von denen ich zwei in Khumusalaba und in unserer Schule verbrachte. Gelebt habe ich wie die Einheimischen, kein Strom und kein Wasser in der Lehmhütte, in der ich mit der Familie des Schulleiters schlief. Die Toilette ein Loch im Boden und das übliche Essen bestand zumeist nur aus Reis und Bohnen, sowie Chapati (einem leckeren Fladen).

Diese Erfahrungen haben meine Lebenseinstellung doch sehr verändert – ich bin an der Basis angekommen, oder besser gesagt, wieder an die Basis des Lebens zurückgekehrt. Die Familien können trotz allem lachen, die Kinder spielen – es gibt ein Sozialleben – Hilfe von Weißen brauchen diese Menschen nicht – aber Unterstützung für ihre Kinder – durch Bildung – um eine bessere Chance im Leben später zu haben.

Dies ist das Ziel unserer Organisation und dank vieler netter Menschen versuchen wir unsere Familien in Khumusalaba darin zu bestärken und neue Wege und Möglichkeiten zu schaffen.

Es war garantiert nicht mein letzter Besuch – gestärkt und mit viel Zuversicht und Vertrauen für die Zukunft unseres jungen eingetragenen Vereins bin ich nach Deutschland zurück gekehrt und habe aber immer noch das Lachen der Kinder und die warme Sonne im Herzen.

Sandra Zitzelsberger
Team Emukhunzulu Patengemeinschaft e.V.

 

 

 


Am 17. Oktober 2009 gründeten wir die Emukhunzulu Patengemeinschaft als eingetragenen, gemeinnützigen und mildtätigen Verein. Das Fundament für eine seriöse und anerkannte Gemeinschaft wurde somit gelegt. Ab sofort sind wir in der glücklichen Lage, jedem Spender eine vom Finanzamt anerkannte Spendenquittung auszustellen.

 

18. Mai 2009

Der Onlineshop für unsere Patengemeinschaft wurde eröffnet

Hintergrund dieses Shops soll eine Vereinfachung der Bestellprozedur und mehr Flexibilität für die Paten darstellen. Inzwischen ist er von der Patengemeinschaft als hilfreich und übersichtlich akzeptiert und angenommen worden. Er wird liebevoll "Tante Emuk-Lädchen" genannt.

Dieses Unterforum erreicht man über das Patenforum. Eine Registrierung nur für PatINNen wird von Chrisi vorgenommen.

 

 

März 2009

Mama Lydiah House

In den letzten Monaten während unseres Bestehens stellte uns Fred hin und wieder Notfälle von Kindern in erbärmlichen Situationen vor. Anfangs bezogen die Kinder, die keine Eltern oder Verwandte mehr hatten, Teile des durch Kredite finanzierten kleinen Gebäudes hinter der Schule, in dem sich auch unsere Küche mit dem neuen Jiko befand. Dort gibt es neben der Küche noch drei weitere kleine Räume. Diese wurden kurzerhand zu einem Aufenthaltsraum und jeweils einem Mädchen- und Jungenschlafraum deklariert.

Ein weiterer Schritt nach vorne war die Einstellung einer Hausmutter, die mit in diesem Boardinghaus wohnt und sich um die Kinder kümmern soll. In Kenia ist es üblich einem Boardinghaus einen Namen zu geben. Als Namenspatin über unser Haus wacht Lydiah Nyangwese. Sie verstarb 2008 im Alter von 74 Jahren an Krebs. Zeit ihres Lebens hat diese einfache Frau unter ärmlichsten Bedingungen alleine ihre Kinder versorgt und durchgebracht. Sogar für ihre Enkelkinder war sie Mama-Ersatz. Ihre eigenen Bedürfnisse stelle sie dabei immer in den Hintergrund.  

Im Mama Lydiah House lebt ihr Gedanke weiter.

Ende 2008 

Ein neues Teammitglied kam hinzu

Durch die heranwachsende Anzahl von Patenkindern entschieden wir uns für eine Vergrößerung unseres Teams, damit die Arbeit hier in Deutschland qualitativ weiter gewährleistet bleibt. Nun hat auch Christiane, genannt Chrisi, zu uns gefunden und sich dem Bestell-Prozedere gewidmet. Auf unserer "ÜBER UNS"-Seite stellt sie sich vor.

 

 

 

 

Juli 2008

Eine Reise nach Kenia

Im Rahmen einer privaten Reise nach Kenia hatte ich die Gelegenheit das Emukhunzulu Education Centre zu besuchen. Nach einer längeren Anreise betrete ich am 04.Juli 2008 morgens das Schulgelände.

Das Tor, der rote Boden, das Schulgebäude, alles ist so vertraut von Fotos und nun ist es Wirklichkeit. Ich fühle mich direkt wie zu Hause. Nach einer kurzen Besprechung im Büro des Schulleiters besuchen wir jede einzelne Klasse. Die Klassenräume sind sehr geräumig, die Kinder sitzen in ihren Schulbänken und folgen wissbegierig dem Unterricht.

Die Schule umfasst zurzeit die Vorschule, welche die Baby-Class, die Nursery, sowie die Pre-unit umfasst sowie die Klassen 1-8. Jedes Jahr wurde eine neue Klasse angebaut, so dass die ersten Schüler Ende 2011 ihr KCPE (Kenianisches Zertifikat über die primäre Ausbildung) ablegen können. Ich stelle unsere Patengemeinschaft, für die ich stellvertretend den Weg in die Schule gefunden habe, vor und wir holen die Patenkinder nach vorne, so dass Fotos gemacht werden konnten.

Danach habe ich die Lehrer in ihrem Lehrerzimmer aufgesucht, da sie in unseren Augen auch ein wichtiger Bestandteil in unserer Zusammenarbeit darstellen.

Das Lehrerteam besteht zurzeit aus 10 hoch motivierten Männern und Frauen, denen es Freude bereitet den Kindern den Lehrstoff zu vermitteln. Ich konnte mich persönlich von einem qualifizierten Unterricht überzeugen. Die Schule genießt in der Umgebung einen sehr guten Ruf, so dass selbst von besser Verdienenden Kinder dorthin geschickt werden und von den öffentlichen Schulen genommen werden. Hauptsächlich soll die Schule aber jedem Kind, welches über gewisse gute Leistungen verfügt, offen stehen. Deshalb gehen auch Kinder zur Schule, deren Eltern das notwendige Geld nicht aufbringen können. Hier setzt unsere Unterstützung ein, da die Schule auch an ihre eigenen Grenzen stieß.

Nach den Besprechungen erfolgten zusammen mit dem Schuldirektor und dem Headmaster einige Familienbesuche von Patenkindern. Einige Paten hatten Geld für Sonderspenden zur Verfügung gestellt, andere Familien waren Notfälle, wo wir nach dem Rechten gesehen haben und um festzustellen, wie man der Familie helfen kann. Die Verwendung der Spendengelder wurde sorgfältig durch unseren kenianischen Partner durchgeführt. Dies konnte ich selbst überprüfen und auch dokumentieren.

Nach gut zwei Stunden waren wir wieder an der Schule angelangt, wo dann die inzwischen gelieferten Bananen und die Milch für alle Kinder der Schule vorbereitet waren. Diese kleine Aufmerksamkeit erfolgte von uns im Namen aller Paten. Das Küchenteam sowie zusätzlich die meisten Lehrer stemmten den Ansturm der Kinder. Nach ca. 45 Minuten hatten 228 kleine Kenianer mehrere Bananen verdrückt und einen heißen Becher Milch getrunken. Danach war etwas Spaß angesagt. Mit Gitarrenbegleitung reckten sich Arme in die Luft, Kinder sangen und klatschten in die Hände... einige legten Tanzeinlagen ein und auch die Lehrer ließen sich von der ausgelassenen Stimmung anstecken. Schließlich setzte sich ein riesengroßer Kreis mit tanzenden Menschen um den Mast in der Mitte des Schulhofes herum... Mittlerweile hatte sich sogar außerhalb der Schule ein Publikum mit erstaunten Gesichtern eingefunden, die sich wohl fragten, was in dieser Schule alles gerade wohl so vor sich ging.

Am Abend wurde es Zeit für die Kinder ihre Schulsachen zu packen und sich dann auf dem Schulhof zum Appell zu versammeln. Dies geschieht immer in einem großen Halbkreis rund um den Fahnenmast. Es werden kurze Ansprachen der Lehrer gehalten, in dem der Tag noch einmal besprochen wird sowie gute Wünsche und Ratschläge werden für den restlichen Tag erteilt.

Am zweiten Tag meines Besuches stand die Aufnahme von Kinderbiografien an, welche ich in Zusammenarbeit mit dem Headmaster sowie einigen Verwandten der Kinder erstellen konnte. Gleichzeitig ist auch wieder Post von einigen Paten eingetroffen, die an diesem Morgen verteilt werden konnte. Die Kinder haben sich wahnsinnig über die Briefe und Fotos gefreut.

Mittlerweile ist Pause. Die Kinder wuseln über den Schulhof. Einige stehen an der Küche an, um sich ihre tägliche Schulmahlzeit abzuholen. Auch hier konnte ich mich davon überzeugen, dass das gespendete Geld ordnungsgemäß verwendet wird, denn alle Kinder, die im Rahmen des Sponsorprogrammes auch ein Schulessen erhalten, holten sich ihre Mittagsmahlzeit ab. Eine Gruppe der Kinder sammelt Müll und bringt ihn zum Müllhaufen.. wo dieser dann später verbrannt wird... in der Schule und auf dem Gelände wird viel Wert auf Ordnung und Sauberkeit gelegt... was für kenianische Verhältnisse außergewöhnlich ist. Ich sehe mir weiterhin das Treiben auf dem Schulhof an, um noch einige Schnappschüsse zu machen. Sobald die Kamera an ist, drängen sich die Kinder um mich herum und wollen sich auf dem Bildschirm der Kamera sehen. Besonders fasziniert sind die Kleinen von meiner weißen Hautfarbe, da sich nicht alle Tage ein Europäer mitten auf dem Lande sehen lässt.

Kurz nach der Pause konnten noch Klassenfotos gemacht werden, die man nun in der Bildergalerie auf unserer Homepage anschauen kann. Selbstverständlich wanderten die Fotos auch nach Kenia, wo sie nun in jedem Klassenraum aufgehängt worden sind. Zu guter Letzt konnte ich miterleben, wie die von unseren Paten georderten Schuluniformen sowie Moskitonetze und Regenjacken an die betreffenden Kinder ausgegeben wurden. Die Verteilung der einzelnen Kleidungsstücke erfolgte mit größter Sorgfalt und Aufmerksamkeit des Schulleiters und des Headmasters. Die Kinder wurden im Anschluss noch einzeln für die Paten fotografiert.

Am Abend erfolgte wieder der Appell zum Abschluss des Schultages. Ich nutzte die Gelegenheit, um mich für diese zwei besonderen Tage zu bedanken. Im Namen aller Paten verabschiedete ich mich und die Kinder verliessen das Schulgelände.

Danach erfolgte noch ein Abschlussgespräch mit dem Schulleiter. Dann hieß es auch für mich Abschied nehmen.Mit vielen Impressionen, Unterlagen und neuen Anregungen bin ich wieder in Deutschland gelandet. Meine Gedanken gehen zurück an diese wunderschöne Zeit... es ist definitiv ein besonderer Ort, besondere Menschen, eine schöne Atmosphäre und ein gutes Gefühl, was ich habe. Das Geld wird gebraucht, das Geld kommt an und das Geld wird ordnungsgemäß mit größter Sorgfalt verwendet.

Fred und die Lehrer geben sich große Mühe alles nach unseren Wünschen zu erfüllen sowie wir uns Mühe geben auf die Bedürfnisse der Kenianer einzugehen. Das Vertrauen ist auf beiden Seiten gefestigt worden und wir als Team der Patengemeinschaft sind von unserer Arbeit in der Gemeinschaft mit allen Paten überzeugt.

So steht schon fest, dass ich irgendwann wiederkommen werde, hoffentlich auch mit vielen Paten.

Mai 2008

Das Team wurde erweitert und die Webseite wurde erstellt

Seit Ende Mai 2008 hat sich unser Team um unsere Uschi erweitert, die sich mit Feuereifer der Erstellung unserer neuen Webseite www.emukhunzulu-patengemeinschaft.com gewidmet sowie das Fundraising übernommen hat. Damit diejenigen, die sich nicht aktiv am Forum beteiligen, wissen, mit wem sie es zu tun haben, stellte sie sich gleich auf der neuen Internetseite, auf der "ÜBER UNS"-Seite vor.

 

 

Dezember 2007
 

Die Patengemeinschaft wurde gegründet

Im Dezember 2007 entstand der Kontakt durch den Verein „Jamaa – Kinderprojekt Afrika“, der die Schule durch Projekte unterstützt. Einige Paten entschlossen sich, dieser Schule durch die Vermittlung von Schulpatenschaften zusätzlich zu helfen.

So wurden alsbald die ersten Kinder vermittelt und das Forum organisiert, so dass der Grundstock für unseren heutigen Erfolg gelegt werden konnte. In der Zwischenzeit wurden bis heute über 200 Kinder vermittelt. Einige Kleinprojekte konnten in Angriff genommen werden sowie das Unterstützungsprogramm ausgeweitet werden.

 

 

 

September 2007 

Wie alles begann

Ungefähr eine Stunde Fahrzeit nördlich des Viktoriasees in Kenya, in der Nähe der Stadt Kisumu, liegt das Dörfchen Khumusalaba. Hier gründete der Schuldirektor Nehemiah Ndeta zusammen mit seinem Bruder Fredrick Buliba Ndeta vor vier Jahren eine Primary School, das Emukhunzulu Education Centre. Die Schule beherbergt momentan über 200 Kinder, die sich auf 5 Klassen, sowie baby class, nursery und pre unit verteilen. Klassenräume wurden bis zur 8. Klasse erstellt. Mittlerweile hat Fredrick Buliba Ndeta die Leitung zusammen mit einem Headmaster übernommen.

Die Bevölkerung in Khumusalaba ist sehr arm. Die meisten Menschen sind Farmer, deren Erträge aber oft nicht mal die nötigsten Lebensbedürfnisse stillen. Die oft kinderreichen Familien leben in großem Elend. Krankheiten, u. a. Aids hat vielen Kindern die Mutter oder den Vater genommen, die dann als Waise notdürftig bei Verwandten, die selbst kaum für sich sorgen können, untergebracht werden. Die Kinder hungern, sind medizinisch unterversorgt und haben kaum Kleidung. Die für die Schule erforderlichen Gebühren, wie Anschaffung von Schulmaterial und Schuluniformen, aufzubringen, ist für die meisten dieser Familien fast unmöglich. Zudem können viele Familien auf die Mithilfe der Kinder beim Broterwerb nicht verzichten.

 

Doch ohne Ausbildung gibt es keine Hoffnung auf ein besseres Leben.

Daher haben sich ein paar Paten zusammengetan und die Emukhunzulu Patengemeinschaft gegründet. Zusammen mit der Organisation Jamaa – Kinderprojekt Afrika e.V. (Website http://www.jamaa.info/), die an der Schule ebenfalls Projekte unterstützt und jedes Jahr vor Ort reist, erarbeiteten wir uns ein Konzept, mit dem wir den Schulleiter und die Kinder unterstützen können.

Durch Schulpatenschaften wollen wir es den bedürftigsten Kindern ermöglichen, die Schule zu besuchen, um durch Bildung eine neue Chance zu bekommen. Zusätzlich haben die Paten, wenn sie es möchten, die Möglichkeit dafür zu sorgen, dass ihr Patenkind eine tägliche warme Mahlzeit bekommt. Sie können ihm eine Schuluniform und der ganzen Familie oder auch einer fremden bedürftigen Familie ein Lebensmittelpaket bestellen, um die Not etwas zu lindern und dafür zu sorgen, dass immer mehr Kinder zur Schule geschickt werden.

Auch ist es möglich, den Kindern der ganzen Schule Bananen zu spenden.

Die Patenschaftsgebühr wird monatlich vorausbezahlt und beträgt 15 Euro*. Eine Bananenspende für alle Kinder ist für 18 Euro* möglich. Bei den Übergaben der Uniformen und der Lebensmittelpakete werden selbstverständlich Fotos gemacht, die den Paten vorgelegt werden. Wir fördern zudem einen regelmäßigen Briefwechsel zwischen Paten und Patenkind.

In den ersten drei Monaten unseres Bestehens konnten bereits 34 Patenschaften vermittelt und dadurch weitere Lehrer eingestellt werden. Über eine große Bücherspende des Jamaa e.V. konnten viele Schulbücher und Lehrmaterial angeschafft werden. Bereits 22 Lebensmittelpakete wurden an bedürftige Familien verteilt.

 

Wenn Sie sich für unser Projekt interessieren, sind sie herzlich willkommen.
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* zu der Zeit gültige Gebühren